Spielen und leben auf Augenhöhe

Unter dem Motto "Spielen und leben auf Augenhöhe - Inklusion ist Menschenrecht und Herausforderung für alle" machten sich am Ende des Schuljahres vierzehn Neuntklässlerinnen und Neuntklässler im Rahmen des katholischen Religionsunterrichts auf den Weg nach Illerrieden.

Dort trafen sie auf die Spieler der Rollstuhlrugby-Mannschaft Donauhaie Illerrieden, die in den letzten Monaten bundesweit sehr erfolgreich waren (wir berichteten).

Thomas Deussen, Spieler bei den Donauhaien und dort Organisator dieses Treffens berichtet seine Motivation: "Wir, die Donauhaie Illerrieden, wollen ein Bewusstsein schaffen für Inklusion. Wenn Schülerinnen und Schüler mit uns Rollstuhlrugby spielen, erfahren sie sportlichen Teamgeist und Lebensfreude. Sie erleben Miteinander auf Augenhöhe statt Barrieren und Behinderung. Diese Erfahrung prägt Jugendliche und ist wegweisend für gelebte Inklusion."

Während eine Schülergruppe sofort in die Rollstühle sitzen durfte und ins schwungvolle Rugbyspiel startete, sprach die andere Schülergruppe mit weiteren Spielern über deren Erfahrungen im Rollstuhl und deren Erwartungen an die Gesellschaft.

Die Selbsterfahrung von körperlicher Einschränkung, die Biographien und Lebenseinstellungen der Spieler beeindruckten die Schüler/-innen sehr.

Beim gemeinsamen Mittagessen konnte der Austausch in lockerer Runde fortgeführt werden.

Lasse (15) berichtet seine Eindrücke: "Ich habe mitgenommen, dass es nicht so einfach ist, im Rollstuhl zu sitzen und man bei den kleinsten Hindernissen wie Treppen oder Randsteine scheitern kann."

Annsophie (15) ergänzt: "Das Treffen hat mir gezeigt, dass die Spieler ihren Mut nicht verloren haben, obwohl die meisten ein schweren Unfall hatten."

Jonathan P. (15): "Für mich war völlig neu, dass Querschnittsgelähmte nicht schwitzen können und sich stattdessen befeuchten müssen. Ich habe viel gelernt über den Umgang und die Arten von Behinderung. Ihre Geschichten waren sehr interessant und ich fand toll, wie sie ins Leben zurückgefunden haben."

Niklas (15) erzählt: "Für mich war es eine tolle Erfahrung, zu sehen wie viel Spaß die Rollstuhlfahrer haben, trotz ihrer Behinderung."

Dieses Projekt gewann zu Beginn des Jahres den 1. Ulmer Menschenrechtspreis auf Platz 4 und wurde von Sponsor Hermann Bantleon GmbH finanziell bezuschusst.

 

(Quelle Gruppenfoto: Albert-Einstein-Realschule)

 

(Quelle Rugby-Aktionsbild: Nicole Maier)

 

 

 

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